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Keller oder Bodenplatte

Das Fundament beim Hausbau

Bodenplatte oder Keller

Keller oder Bodenplatte: Vorteile, Nachteile und Kosten

Hausbau mit Keller oder Bodenplatte? Diese Frage stellen sich viele Bauherren, wenn der Hausbau ansteht. Welche Vorteile hat ein Keller, mit welchen Kosten muss man rechnen und wann ist eine einfache Bodenplatte die richtige Wahl?

Die Entscheidung, ob das neue Haus auf einer Bodenplatte oder auf einen Keller gebaut wird, hängt nicht nur alleine von den Kosten ab. Sie sollte bereits vor dem Grundstückskauf entschieden sein. Grundstücke mit entsprechendem Gefälle erfordern eine Unterkellerung während ebenerdige Grundstücke eine freie Entscheidung zwischen einem Haus sowohl mit einer Bodenplatte als auch einem Keller zulassen.

Die Bodenplatte – das Fundament eines jeden Hauses

Auf den meisten Checklisten steht die Grundstückssuche ganz oben. Ein besonders gut geeignetes Grundstück zeichnet sich durch viele Punkte aus. In der Regel kann jedoch kaum ein Fleckchen Erde alle Wünsche erfüllen, es geht also meist um den besten Kompromiss. Bevor potenzielle Baugrundstücke im Einzelnen betrachtet werden, gilt es zunächst, sich einen Überblick über die zur Verfügung stehende Infrastruktur zu verschaffen: Wie gut ist die Verkehrsanbindung? Sind Schulen oder Kindergärten gut zu erreichen? Bestehen erreichbare Einkaufsmöglichkeiten wie z.B. ein Bäcker, ein Metzger oder ein Supermarkt? Auch sollten Kriterien wie z.B. die Entfernung zum Arbeitsplatz, der Freizeitwert und das gesamte Wohnumfeld in die bevorstehende Entscheidung mit einfließen. Aus Sicht der zu erwartenden Baukosten für das neue Eigenheim sollten Punkte wie Bodenbeschaffenheit, Länge der Erschließungsleitungen sowie das Grundstücksgefälle in den Entscheidungsprozess einbezogen werden.

Wichtig für Bauherren: Der Grundstückskauf von einem Bauträger oder Architekten kann dazu führen, dass z.B. der favorisierte Hausanbieter nicht mehr gewählt werden kann!

Bodenplatte

Bodenplatte

Weitere Formen und Arten von Fundamenten: Streifenfundament und Punktfundament

Neben der Bodenplatte, die vollflächig auf die Maße des Baukörpers erstellt wird, existieren noch weitere Fundamentarten:

Streifenfundament

Streifenfundamente entsprechen nicht dem kompletten Maß des späteren Hauses, sondern lehnen sich an den Grundriss an. Das Fundament wird also „in Streifen“ dort erstellt, wo später Wände die Lasten auf den Boden abgeben. Die Kosten für das Material bei einem Streifenfundament sind im Vergleich zu einer vollflächigen Bodenplatte geringer. Aufgrund jedoch des höheren zeitlichen Aufwands im Vergleich zu einer konventionellen Bodenplatte sind die Gesamtkosten jedoch nicht günstiger. Da ein Streifenfundament relativ einfach herzustellen findet man es häufig im Gartenbereich, z.B. bei der Gründung von Mauern an.

Punktfundament

Punktfundamente kommen dort zum Einsatz, wo einzelne Lasten abgetragen werden müssen. Je nach Last werden hierfür sogenannte Bewehrungskörbe aus Eisen verwendet, die anschließend mit Beton gefüllt werden. Häufigste Einsatzgebiete für ein Punktfundament sind z.B. Gartenhäuser oder Carports.

Tipp: Ein Bodengutachten schützt vor bösen Überraschungen

Stehen die Grundanforderungen an das Haus fest, beginnt die Hausbauplanung. Wo genau soll das Haus positioniert und ausgerichtet sein? Wie viele Räume werden benötigt und wo sollen diese platziert sein? Wie groß und an welcher Stelle soll der Wintergarten eingeplant werden? Lassen sich kurze Wege im späteren Eigenheim praktisch realisieren? Soll ein zweigeschossiges Haus später etagenweise trennbar sein?

Der Keller – das Multitalent für das zukünftige Traumhaus?

Da jeder Keller auch eine Bodenplatte benötigt, fallen die Kosten für das Fundament auch bei einem Keller an. Heutzutage wird ein Großteil von Kellern als ein sogenannter Fertigkeller ausgeführt. Fertigkeller bestehen aus einzelnen Wand- und Deckenelementen, die in einem Werk bereits vorgefertigt und auf der Baustelle binnen kürzester Zeit montiert werden können. Auf der Kellerdecke wird anschließend das eigentliche Haus errichtet. Grundsätzlich wird zwischen verschiedenen Ausführungsarten unterscheiden:

„Schwarze Wanne“

Auf die Kellergeschoss-Wände wird eine schwarze Bitumenschicht zur Kellerabdichtung aufgebracht. Als weitere Schutz- und Dämmschicht erhält die Kellerwand eine zusätzliche Schutzschicht mit Perimeterdämmplatten.

„Weiße Wanne“

Bei dieser Fertigungsweise werden die Außenwände des Kellers aus wasserundurchlässigem Beton hergestellt. Diese Variante bietet sich insbesondere bei Problemen in Bezug auf Grundwasser an.

Keller

Keller als schwarze Wanne

Keller

Keller als weiße Wanne

Teilunterkellerung

Die Teilunterkellerung gehört zu einem beliebten Kompromiss in Bezug auf Funktion und hochwertigem Wohnraum. Dabei wird der zum Hang gelegene Hausteil zum Abfangen des Erddrucks als Keller ausgeführt. Der nicht teilunterkellerte Bereich des Hauses wird dann in der Bauweise des Hauses ausgeführt. Ist geplant das Untergeschoss nicht als Lagerraum oder Hobbyraum sodern als Wohnkeller oder als Einliegerwohnung zu nutzen, so ist auch dieser Teil des Hauses entsprechend den gesetztlichen Verordnungen der EnEV zu dämmen.

Als Dämmstoffe kommen wasserabweisende Dämmstoffe (Perimeterdämmung) zur Anwendung. Bei einem Fertigkeller ist durch die hohe Dichtheit eine Wohnraumlüftung nahezu unvermeitlich. Als Heizsystem empfielt es sich zusätzlich eine Fußbodenheizung zu installieren und diese an die bestehende Heizungstechnik mit anzuschließen.

Tipp: Richtiges Lüften eines Kellers

Ein Keller sollte im Sommer nur nachts gelüftet werden. Grund dafür ist, dass warme Luft mehr Wasserdampf aufnehmen kann. Trifft die warme Luft am Tag dann auf die relativ kalten Kellerwände, so besteht die Gefahr von Kondenswasserbildung. Im Winter ist das stundenweise Lüften des Kellers hingegen jederzeit empfehlenswert.

Vor- und Nachteile eines Kellers und einer Bodenplatte

Vieles spricht für eine Bodenplatte, vieles aber auch für einen Keller. Zur besseren Abwägung finden Sie nachfolgend die wichtigsten Argumente, die jeweils für oder gegen einen Kellerbau sprechen und im Umkehrschluss auch gegen oder für ein klassisches Fundament sprechen:

Keller: Vor- und Nachteile

Bodenplatte: Vor- und Nachteile

Kosten von einem Keller und einer Bodenplatte

Aufgrund der unterschiedlichen Leistungen von Anbietern ist es schwer genaue Kosten für einen gemauerten Keller oder einem Fertigkeller pauschal zu benennen.

Welche Kosten fallen für eine Bodenplatte an?

Für die Herstellung einer Bodenplatte sollten Sie mit Kosten zwischen 140 und 170.- Euro / m² Bodenplatte rechnen. Darin nicht enthalten sind die Kosten für die notwendigen Bodenarbeiten, um den Mutterboden für das Fundament abzutragen. Die Kosten für eine sogenannte "Thermobodenplatte" liegen nochmal deutlich höher. Über Sinn und Unsinn einer solchen speziell isolierten Thermobodenplatte streiten Fachleute.

Wie hoch liegen die Kosten für einen Keller?

Für einen Rohbaukeller sollten Kosten von ca. 450.- Euro / m² kalkuliert werden. Die notwendige Bodenplatte ist in den Kosten für den Kellerbau bereits enthalten. Nicht enthalten ist der Preis für die notwendigen Boden- und Erdarbeiten, weil diese je nach Grundstück oder Hanglage stark variieren können.

Bundesweit tätige Fertigkeller- und Bodenplattenanbieter

Hersteller wie Knecht, Süd-West-Keller oder Glatthaar gehören zu den bekanntesten, bundeweit tätigen Tiefbauunternehmen für die Unterkellerung mit Fertigkellern aus Betonelementen als Lager- oder Wohnkeller.